Konferenz 2013 – Klima von unten

Die regionale Ebene als Ort des Wissens und Handelns

Ort: Hochschule München, Lothstraße 64, 80335 München, Hörsaal R 1.046 (“Roter Würfel”) Lageplan
Termin: 31.01.-01.02.2013
Flyer zum Download als PDF: Klima von unten
Programm zum Download als PDF: Programm Klima von unten 2013
Anmeldung bis 06.01.2013 per mail an: klima-regional@wzu.uni-augsburg.de
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Programm

Donnerstag, 31.01.2013

ab 12.30 Uhr: Registrierung und kleiner Imbiss

13.00-13.10 Uhr: Begrüßung und Einführung ins Thema

13.10-14.00 Uhr: Klima Regional – Erste Projektergebnisse

Bernhard Gill : Alpengemeinden als ländliche Peripherie oder Stadtergänzungsraum – statistische Indikatoren für Bayern und Südtirol.
Cordula Kropp: Regionale Transformationsmilieus. Umgang mit Klimawandel als sozial-ökologische Innovation.
Sophie Elixhauser: Klimawandel als (Nicht-)Thema. Zur Wahrnehmung von Klimawandel, Vulnerabilitäten und Resilienzen vor Ort.

14.00-15.30 Uhr: Warum ist der Klimawandel ein Thema der Sozialwissenschaften?

Fritz Reusswig: Warum ist der Klimawandel ein Thema der Sozialwissenschaften?

Discussants:
Hans-Georg Soeffner: Vergangenheit und Gegenwart der Zukunft. Zur Klima-Umwelt-Debatte.
Silke Beck: Im Schatten der Klimamodellierung: Angewandte Sozialwissenschaften in der Relevanz-Falle.
Moderation:  Stefan Böschen

15.30-16.00: Kaffeepause

16.00-17.30 Uhr: Der Klimawandel aus ethnographischer Perspektive

Hemma Burger-Scheidlin: Klimaveränderungen aus lokaler Perspektive.

Discussants:
Werner Krauss: Wem gehört das Klima? Zur Ethnographie des Klimawandels.
Martin Sökefeld: Klima als Deutung: Zur sozialen Konstruktion des Klimawandels.
Moderation: Katrin Vogel

17.30-19.00 Uhr: Widerborstige Sozialstrukturen – Pfadabhängige Infrastrukturen

Klaus Kraemer: Ist Prekariat nachhaltig? Nachhaltiger Konsum und die Krise des wohlfahrtsstaatlichen Kapitalismus.

Discussants:
Manuel Frondel: Energiekostenbelastung privater Haushalte.
Claudia Binder: Ko-Referat
Moderation: Bernhard Gill

Freitag, 01.02.2013

9.00-10.30 Uhr: Klima Governance

Heike Walk: Klima Governance: Demokratietheoretische Reflektionen auf die Governance-Debatte.

Discussants:
Margarete Bause: Mein Klima – können BürgerInnen das Klima retten?
Andreas Willisch/Rainer Land: Ko-Referat
Moderation: Jana Türk

10.30-12.00 Uhr: Klimawandel in den Alpen

Wolfgang Pfefferkorn: Heute handeln für das Klima von morgen! Es gibt keinen Grund, beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung zuzuwarten.

Discussants:
Thomas Bausch: Nur Betroffenheit schafft Wandlungsfähigkeit – noch ist dem Bürger der Klimawandel persönlich egal.
Christoph Stoeckle: Markt, Staat und Gemeinde – Der kommunale Klimaschutz im Alpenraum aus historischer Perspektive.
Moderation: Bernhard Gill

12.00-12.15 Uhr: Kaffeepause

12.15-13.15 Uhr: Zukunfts-Perspektiven auf ein postfossiles Zeitalter und auf Transformationsprozesse

Podiums- und Plenums-Diskussion mit: Adelheid Biesecker, Kai Brauer, Rüdiger Mautz
Moderation: Manuel Schneider

ab 13.15 Uhr: Imbiss und Tagungsausklang

 

Thema der Konferenz: “Klima von unten”

Während auf globaler Ebene über Abkommen zu Klimaschutz und Klimaanpassung gerungen wird, setzt sich in den Sozialwissenschaften zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Klimawandel alle gesellschaftlichen Ebenen betrifft und vor allem auf der regionalen und lokalen Ebene zu bewältigen ist. In diesem Zusammenhang kristallisieren sich aus sozialwissenschaftlicher Perspektive unter anderem folgende Problemfelder heraus:

  • Wie strukturieren sich Gesellschaften in Anbetracht des Klimawandels und seiner Herausforderung neu?
  • Wie entwickeln sich Demokratie und Partizipationsverfahren weiter?
  • Wie kann eine Transformation der Ökonomie – etwa hin zu einem postfossilen Wirtschaften – von statten gehen?
  • Welche kulturellen Transformationen – wie beispielsweise Moden, Gewohnheiten und Werte – gehen mit dem globalen Klimawandel einher?

Im Rahmen der Konferenz werden aus sozialwissenschaftlicher Perspektive insbesondere der bayerische und südtiroler Alpenraum in Hinsicht auf lokales Wissen, auf Handlungsbedingungen und auf vorhandene Infrastrukturen erkundet. Anhand einer Gemeindeperspektive soll Transformationsprozessen unter dem Eindruck des Klimawandels nachgegangen werden. Es ist zu vermuten, dass auf regionaler Ebene bisher unbeachtete Innovationspotenziale liegen. Eine abschließende Podiums- und Plenumsdebatte stellt die Frage ins Zentrum, wie ein Wandel zu einem postfossilen Zeitalter und zu einer Post-Wachstums-Gesellschaft möglich werden könnte.


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