Anschluss-Projekt “Regionales Klimahandeln”

Das Projekt “Klima Regional” wird von April bis Dezember 2014 mit einem vom BMBF finanzierten, anwendungsbezogenen Anschluss-Projekt weitergeführt.

Regionales Klimahandeln zwischen Initiativen von unten und Abstimmung von oben: Wie lassen sich lokale Prioritätensetzungen und überregionale Anforderungen vermitteln?

Entscheidend für die Wirksamkeit aller Strategien für Klimaschutz und Klimaanpassung wird das möglichst reibungsarme Zusammenspiel sein zwischen staatlichen und transnationalen Vorgaben, die übergreifend gelten und „von oben“ gesetzt werden, und gemeindlichen Entwicklungsprojekten, die sich lokal anschlussfähig „von unten“ herausbilden.
Für die von beiden Seiten angestoßenen, heterogenen und teils widersprüchlichen klimabezogenen Transformationsprozesse fehlen bisher eindeutige Handlungsgrundlagen, Best-Practice-Ergebnisse und vergleichende Bewertungen. Deshalb besteht ein wesentlicher Schritt auf dem Weg in eine klimagerechte Gesellschaft darin, die verschiedenen Aspekte der auftretenden Spannungen zwischen den Ebenen genau herauszustellen und Möglichkeiten ihrer Überwindung zu suchen.

Das Projekt “Regionales Klimahandeln” fokussiert das Wechselspiel zwischen der überregionalen Steuerungsebene und der lokalen Handlungsebene im bayerischen Alpenraum. Ziel ist erstens, Umsetzungs-und Anschlussprobleme zu identifizieren und zweitens moderierend in einen Lösungsprozess einzusteigen. Erreicht werden soll eine Verbesserung des Status quo bezüglich der Spannung zwischen Top-down und Bottom-up für alle beteiligten Akteure und damit der Abbau von Hemmnissen des proaktiven Klimahandelns auf der regionalen Ebene.
Als Transferprojekt geht “Regionales Klimahandeln” von zentralen Untersuchungsergebnissen aus dem Vorgängerprojekt „Klima Regional“ aus: Regionale Klimamaßnahmen werden dann effektiv und legitim angestoßen, umgesetzt und stabilisiert, wenn die in Wissenschaft und Administration entwickelten Maßnahmen „von oben“ produktiv in die lokale bzw. regionale Wahrnehmung von Handlungserfordernissen, Rahmenbedingungen und Zukunftswünschen „von unten“ eingebunden werden können. Allerdings sind die spezifischen Grenzen des Handelns auf lokaler und teilregionaler Ebene dadurch bestimmt, dass die kommunale Ebene hinsichtlich ihrer Planungs- und Umsetzungsressourcen unterausgestattet ist und zudem übergeordnete Schnittstellen und Ausgleichserfordernisse nicht angemessen wahrnehmen und berücksichtigen kann. Das Transfervorhaben untersucht, wie die identifizierten „Erfolgsfaktoren“ lokaler Transformationsprozesse gegenüber den übergeordneten Erfordernissen abgestimmt werden können und gestaltet aktiv einen Vermittlungsprozess zwischen den unterschiedlichen Ebenen.

 

Projektlaufzeit: 1.4.2014 –31.12.2014
Projektleitung: Dr. Katrin Vogel, Wissenschaftszentrum Umwelt, Universität Augsburg
Projektpartner: HM München (Prof. Dr. Cordula Kropp, Irene Brickmann, Jana Türk), PD Dr. Stefan Böschen

 

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