Projekt “Klima Regional”

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Das Projekt wurde im Dezember 2013 nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossen. Das daraus resultierende Policy Paper mit Handlungsempfehlungen für Politik und Stakeholder finden Sie hier als PDF zum Download: Policy Paper Klima Regional 2013

Das anwendungsbezogene Anschlussprojekt “Regionales Klimahandeln zwischen Initiativen von unten und Abstimmung von oben: Wie lassen sich lokale Prioritätensetzungen und überregionale Anforderungen vermitteln?” (April-Dezember 2014) wird die Ergebnisse aus Klima Regional an Stakeholder in sozialen Transformationsprozessen für Klimaschutz und -anpassung vermitteln.

Klima Regional – soziale Transformationsprozesse für Klimaschutz und Klimaanpassung

Der Klimawandel erscheint als „globales Phänomen“ – dennoch bestehen sehr gute Möglichkeiten zur Gestaltung von Klimapolitik auf der Ebene von Gemeinden. Jedoch wurde dieser Blick bisher, so die Ausgangsvermutung in unserem Projekt, zu wenig berücksichtigt, geschweige denn systematisch ausgearbeitet. Im Projekt Klima Regional richten wir deshalb unseren Fokus auf die Vielfalt regionaler Handlungsmöglichkeiten, die entstehen und stabilisiert werden, um dem Klimawandel und seinen Folgen zu begegnen. Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Wahrnehmung des Klimawandels in Alpengemeinden Bayerns und Südtirols sowie die Maßnahmen, die diesbezüglich unternommen werden.

Konkret stellen sich folgende Fragen:

Welche Rolle spielt der Klimawandel in verschiedenen Gemeinden – für die Umwelt wie für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben?
Welche Strukturbedingungen – z.B. Siedlungsformen, Verkehr, Wirtschaftsweisen, Besitzverhältnisse – sind für Klimaschutz und Klimaanpassung förderlich?
Welche Akteure in Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft sehen den Klimawandel als Anlass, neu und strategisch in die Zukunft zu planen und wie bewerkstelligen sie das?
Welche kulturellen Praktiken, Erzählungen, Interpretationen und Arten des Wissens spielen in der Ausgestaltung klimarelevanten Handelns eine Rolle?
Diesen Fragen werden wir im Rahmen eines interdisziplinären soziologischen Projektes nachgehen.

Damit hat das Projekt folgende Ziele:

  1. das Projekt dient der Weiterentwicklung sozialwissenschaftlicher Klima-Forschung, um eine genuin soziologische Perspektive zu entfalten, die sich nicht primär in Ergänzung zu naturwissenschaftlichen Vorgaben definiert.
  2. das Projekt versteht sich als eine „Voraussetzungsanalyse“ für das Entfalten von Lernprozessen auf Gemeindeebene. Dazu untersucht es Elemente klimabezogenen Wandels auf Gemeindeebene und ihre Bedingungsverhältnisse.
  3. das Projekt zielt auf eine Verbesserung des gesellschaftlichen Umgangs mit dem Klimawandel auf Gemeindeebene. Die Handlungspotenziale dort sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
  4. Im Rahmen des Projektes werden die Ergebnisse in einem Policy-Papier zusammen geführt. Damit werden öffentliche und private
    Entscheidungsträger sowie Bürger angesprochen, die an klimabezogenen Transformations- und Steuerungsprozessen beteiligt sind.

Das Projekt Klima Regional ist ein Verbundprojekt des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule München und des Instituts für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Jeder der Projektpartner vertritt einen inhaltlichen Schwerpunkt, um die Komplexität des Themas zu erfassen.